Klaviere und Flügel vor 1890

...sind vor allem als unikate Antiquitäten interessant. Alle sind entweder bei bester Erhaltung im Original oder nach originalgetreuer Restauration ausgezeichnet spielbar und repräsentieren den Klang, den die größten Komponisten damals kannten. In dieser Zeit ist noch sehr unterschiedlich gebaut worden - und es finden sich so auch noch sehr unterschiedliche und manchmal auch ausgereifte Mechanikformen und Rahmenkonstruktionen. Es ist also wichtig, hier genau zu schauen. Die vorwiegend verwendete Oberdämpfermechanik bei Klavieren hatte zwar auch ihre Vorteile - ist jedoch heute nicht mehr zeitgemäß spielbar und auch nicht als Lerninstrument für Einsteiger zu empfehlen - Ausnahme sind Blüthner und Ibach Klaviere. Gleiches gilt für die Vorläufer der modernen doppelten Repetitionsmechanik bei Flügeln. Prellmechaniken oder auch Wiener Mechaniken haben ihren eigenen Charme - spielen sich aber deutlich anders als moderne Mechaniken. Interessant an dieser Klavierbau-Periode ist allerdings, dass viel probiert wurde und auch Sonderformen gebaut wurden im Einzel-Kunden-Auftrag. Daher findet man eine recht schöne Vielfalt an verschiedenen Instrumenten. Ideal für Sammler und Musiker, die auf authentischen Instrumenten musizieren wollen.

Und dies sind die Instrumente, die wir Ihnen aus dieser Zeit anbieten können...

Ibach Artcase Klavier

Baujahr: 1880
Seriennr: 10597
Mechanik: Ibach Oberdämpfermechanik
Höhe: 1,42m

Georg II von Sachsen Meiningen war en Förderer und Gestalter in der Kulturszene seiner Zeit. Dieses unikate Ibach Artcase Klavier war in seinem Besitz und stand in der Veste-Heldburg. An diesem Ort empfing Georg II viele Musikgrößen und Freunde seiner Zeit, z.B. Johannes Brahms, Hans von Bülow etc..

 

Ibach Artcase Klavier

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C. Bechstein Klavier

Baujahr: 1857
Seriennr: 166
Mechanik: tbd
Höhe: 1,28m

Kaum zu glauben, dass dieses sehr frühe Bechstein Instrument die über 150Jahre so unbeschadet überstanden hat. Mit der Seriennummer 166 stammt dieses Klavier aus den ersten Schaffensjahren von C. Bechstein. Interessant ist die starke Anlehnung an die Französische Bauweise sowohl in der Korpusgestaltung als auch der akustischen Anlage und Mechanik. C. Bechstein vollendete seine Lehre bei Kriegelstein in Frankreich in der Zeit von 1849-1852 und hat dort sicher die letzten Trends aus Frankreich mitgenommen. Das Klavier ist komplett original erhalten (die Konsolen scheinen Anfang des 20Jhdts. verändert worden zu sein) und ein absolutes Juwel.

 

Bechstein Klavier No 166

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C. Bechstein Klavier

Baujahr: 1858
Seriennr: 399
Mechanik: Schwander Mechanik
Höhe: 1,28m

Ein weiteres Museumsinstrument ist dieses sehr frühe C. Bechstein Klavier mit der Seriennummer 399. Es gehört zu den allerersten Klavieren, die Carl Bechstein noch an der ersten Adresse in der Behrenstr. 56 bis 1860 gefertigt hat. Das Klavier ist einmalig schön im Original erhalten. Die Klang- und Spieleigenschaften sind für Klaviere aus dieser Zeit überragend. Die Schwander Mechanik trägt ihren Teil dazu bei. Ein wunderschönes zeitgeschichtliches Zeugnis dieses weltweit berühmten Herstellers.

 

Bechstein Klavier aus früher Produktion

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Ignaz Bösendorfer Flügel

Baujahr: ~1841
Seriennr: nn
Mechanik: Wiener Mechanik
Länge: 1,85m

Ein interessantes Sammelobjekt: Ein Ignaz Bösendorfer (dem Unternehmensgründer) Flügel. Das Namensschild hat die schöne Bezeichnung "Kaiserl. Königl. Hof- Pianoforte Verfertiger". Der Flügel wurde 1882 von Gampe (Reichenberg) verändert (gekürzt zum Stutzflügel, Wiener Dämpfung etc.). Die Mechanik scheint aber noch original zu sein (typische Leder-Filz-Leder Hämmer). Eine Seriennummer konnten wir nicht finden - diese wurde vermutlich 1882 entfernt.

 

Ignaz Bösendorfer Flügel

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Blüthner Tafelklavier

Baujahr: ~1862
Seriennr: 506
Mechanik: Blüthner
Breite: 1,90m

Dies ist ein sehr frühes und seltenes J. Blüthner Tafelklavier in bester Originalerhaltung. Zu dieser Zeit baute Blüthner Flügel, Tafelklaviere und auch Klaviere - je nach Kundenwunsch. Ein schönes Sammlerstück - und nach einer sorgfältigen Renovierung/Restauration auch noch gut zum Musizieren einsetzbar.

 

Blüthner Tafelklavier

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Schwechten Artcase Klavier

Baujahr: ~1881
Seriennr: 18526
Mechanik: Schwechten Oberdämpfung
Höhe: 1,40m

Dies ist ein frühes und prächtiges Konzertlklavier des heute fast vergessenen Herstellers Schwechten (Berlin) - der um 1900 zu einem der großen Hersteller in Deutschland gehörte. Das Klavier hat einen seltenen schönen Artcase Korpus und wurde in den letzten Jahren augenscheinlich bereits einmal überholt.

 

Schwechten Artcase Klavier

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Klaviersuche und Flügelsuche

Fragen Sie aber bitte bei Interesse immer nach. Die hier gezeigten Instrumente sind nur eine Auswahl, auch wenn diese Seiten regelmäßig aktualisiert werden ggf. bereits vergeben. Oder wenn Sie zum Beispiel etwas ganz spezielles suchen, sprechen Sie uns gern an. Wir sehen auf unseren "FaszinationKlaviere-Reisen" Vieles und können Ihnen vielleicht einmal einen Tipp geben oder explizit in Ihrem Auftrag Instrumente finden.